Der technische Fortschritt hat auch die Künstlerwelt positiv beeinflusst – er ermöglicht es Künstlern und Performern, spektakuläre Auftritte auf die Bühne zu bringen, die alles übertrifft, was noch vor einem Jahrzehnt zu sehen war. Auch ENRA, eine japanische Künstlergruppe, hat sich diesen Fortschritt zunutze gemacht und setzt auf bewegte Grafiken. ENRA kombiniert körperliche Bewegungen mit komplexen digitalen Elementen wie projizierte Grafiken. 

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Laut der Webseite der Gruppe gründete Direktor Nobuyuki Hanabusa ENRA im März 2012 als „Unterhaltungsensemble, das die ultimative Verschmelzung von Bildern und Live-Performance“ umsetzt. Die Künstler erklären:„wir möchten verschiedene Ausdrucksmöglichkeiten nutzen und komplexere Performances [...] auf die Bühne bringen.“ Da dieses Ziel mit einer Kombination aus Bildern und Inszenierungstechniken deutlich einfacher zu erreichen war, setzte das Ensemble auf eine interessante Identität, die auf dem Facettenreichtum ihrer Mitglieder gründet.

Die Zusammensetzung der Gruppe ist äußerst komplex. So besteht ENRA laut Webseite nicht nur aus Kung Fu-Spezialisten, sondern auch aus Akrobaten, Ballettänzern, Jongleuren, Rhythmischen Sportgymnasten und Profitänzern. Hanabusas Ziel war es, durch die Vereinigung vieler unterschiedlicher Künstler eine maximale Ausdrucksfähigkeit zu erreichen. Die vielfältigen Talente werden mit den Bildern kombiniert, die Hanabusa kreiert (nicht nur Grafiken, sondern auch Schrift und interaktive Inszenierungen), sodass letztendlich ein einzigartiges Unterhaltungserlebnis entsteht.

Das nachfolgende Video zeigt ENRAs Show „Plejaden“. Während des gesamten Stücks bewegen sich zwei Tänzerinnen zu projiziertem Licht. Das Licht agiert als eigenständiger Charakter und beleuchtet und betont die Bewegungen der Tänzerinnen, indem es um die zwei menschlichen Gestalten tanzt. Das Ergebnis ist eine mystische Performance, die von einer anderen Welt zu sein scheint und, wie von Hanabusa gehofft, absolut einzigartig ist.