Winzige Häuser und minimalistische Umbauten erfreuen sich im Internet immer größerer Beliebtheit. Menschen, die ihre Wohnfläche verkleinern, tun dies aus dem Verlangen, „finanzielle und emotionale Freiheit, einen grüneren Lebensstil [und] die Befriedigung, einen eigenen Zufluchtsort gebaut zu haben, zu erlangen“, berichtet der Chicago Tribune. Und da unsere Gesellschaft immer mobiler wird (Mobiltelefone, Laptops …) ist es keine Überraschung, dass es mittlerweile auch winzige Häuser auf Rädern gibt.

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Die Popularität des Gidget Retro Teardrop Camper ist möglicherweise ein Beweis dafür, dass die Menschheit bereit ist für eine mobile Version des Mini-Hauses. Der Gidget ist kein traditionelles Mini-Haus, sondern eine kleinere und einfachere Alternative zum klassischen Wohnmobil. Laut Cool Hunting wurde der Gidget 2013 von den Australiern Glenn Wills und Christine Bree entwickelt. Ziel war es, eine unabhängige und komfortable Camping-Lösung zu schaffen. Zu Beginn dieses Jahres erfreute sich ein Video, das die Vorstellung des Prototyps zeigt, hoher Beliebtheit und verzeichnete binnen wenigen Wochen über 11 Millionen Klicks. 

Das Video, welches sich Anfang 2015 rasend verbreitete, zeigt einige der Hauptfunktionen des Gidget – einem Wohnmobil, das so konzipiert ist, dass es so wenig Platz wie möglich einnimmt und dennoch Annehmlichkeiten wie ein Queen-Size-Bett, ein Entertainment Center und eine Küche aufweist. Um all diesen Luxus auf kleinstem Raum unterzubringen, ist der tränenförmige Camper mit einem patentierten Transformationssystem ausgestattet. Mit ein paar Handgriffen lässt sich das Gefährt wesentlich vergrößern. Und wer zunächst Toilette und Dusche vermisste, darf nun aufatmen: Die neusten Versionen des Gidget sind 50 cm länger als das Original und mit einer Toilette und einer privaten Pop-up-Dusche ausgestattet.

Doch Toilette und Dusche sind nicht die einzigen Neuerungen, die die Endversion des Gidget erfahren durfte. Das Queen-Size-Bett lässt sich nun in eine Lounge umfunktionieren, so dass man nicht mehr ständig liegen muss, sondern auch sitzen kann. Das Entertainment Center wurde ebenfalls verbessert und besticht nun durch eine schwenkbare Konsole, durch die der 24-Zoll-Bildschirm nach außen gedreht werden kann - perfekt, um Freunde zu unterhalten. Die endgültige Einzelhandelsversion wurde zudem mit Solarmodulen ausgestattet, die auf dem Dach des Campers angebracht sind.

All jene, die auf der Suche nach einer noch mobileren Version sind, haben ebenfalls Grund zur Freude: Die Entwickler haben auch an einen Miniatur-Gidget für kleine Autos oder Motorräder gedacht. Doch auch für die größeren Modelle ist kein riesiges Gefährt von Nöten. Laut den FAQ „kann der Gidget von den meisten 4-Zylinder-Fahrzeugen gezogen werden.“

Die Entwickler des Gidget, Wills und Bree, hoffen, dass all die Annehmlichkeiten des Gidget des Stress reduzieren, den das Campen manchmal so mit sich bringt: „Wir wollten einen Weg finden, die Natur zu genießen“, berichtete Bree gegenüber Cool Hunting, „ohne auf die wichtigsten Dinge zu verzichten, so dass wir komfortabel und stilvoll campen können.“

Die Online-Popularität des Campers hat zweifelsohne dazu beigetragen, den Verkauf des Gidget voranzutreiben. Über Facebook gab das Unternehmen bekannt, seine Produktionsstätte Anfang August von 408 m² auf 2100 m²vergrößt zu haben.

Das nachfolgende Video enthält einen umfassenden Überblick über die neuen Funktionen des Gidget Campers.