Die Londoner Filmemacherin, Künstlerin und Journalistin Leah Borromeo rebelliert gemeinsam mit einigen Freunden gegen die Maßnahmen der Stadt London, Obdachlose daran zu hindern, an bestimmten öffentlichen Plätzen zu schlafen. In der britischen Hauptstadt wurden nämlich Metallstacheln installiert, die den Obdachlosen der Stadt unmissverständlich zu verstehen geben, wie unerwünscht sie sind. 

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Gemeinsam mit ein paar Gleichgesinnten hat Borromeo einen dieser Plätze nun zurückerobert.Ihre Wahl fiel auf eine Stelle in der Curtain Road, einer Straße, in der viele Künstler leben und wohnen. Um den Platz wieder in einen einladenden Ort zu verwandeln, kaufte Borromeo eine kleine Matratze, die sie über die Metallstacheln legte und diese somit gänzlich ihrem Zweck beraubte. Gemeinsam mit ihren Freunden will sie der Stadt die klare Botschaft senden, dass Obdachlose nicht irgendein Gesindel sind, das man einfach so wegjagen kann. Auf der Tumblr-Seite zu ihrem Projekt schreibt Borromeo: 
„Als Stadtbewohner bewegen wir streng nach Vorgaben. Man schreibt uns vor, wo wir gehen sollen, wo wir sitzen können und wo wir willkommen sind – vorausgesetzt, wir geben Geld aus oder besitzen welches. Es macht uns neurotisch und ruft in jedem, der nicht den Willen oder das Geld besitzt, um sich in das, was wir Gesellschaft oder Freizeit nennen, einzukaufen, das Gefühl hervor, anders zu sein.“