Hilflos, relativ gelassen und kurz vor dem Ertrinken. Genau so könnte man das ältere Ehepaar beschreiben, das der 17-jährige Robbe Haems und der 18-jährige Bjorn Cuvelier bei Beervelde, etwa 45 nordwestlich von Brüssel, Belgien, entdeckten. Laut eines am 24. Juli 2015 von der belgischen Nachrichtenseite HLN.BE veröffentlichten Berichts war das Paar in seinem sinkenden Auto gefangen, mit dem es versehentlich in einen See gefahren war. Je weiter das Fahrzeug sank, desto mehr Wasser strömte ins Innere des Wagens.
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Während das Auto mit jeder Sekunde mehr unter der Wasseroberfläche verschwand, sprangen die Jungs in ein kleines Schlauchboot und näherten sich dem Auto. „Der Mann und die Frau waren überraschend ruhig“, so Robbe. Zeit für Gespräche gab es jedoch auch kaum, immerhin lag der Fokus darauf, das Paar aus seiner misslichen Lage zu befreien. Die Frau auf dem Beifahrersitz konnte relativ schnell durch das Fenster gerettet werden, während der körperlich eingeschränkte Fahrer auf eine andere Lösung hoffen musste.

Die jungen Männer sprangen kurzerhand ins Wasser und setzten dem Horror ein Ende, indem sie die Fahrertür öffneten. „Es ist ein ganz seltsames Gefühl“, erklärte Robbe, „ich hätte jemanden sterben sehen können. Damit wäre ich niemals fertiggeworden.“

Für ihre schnelle Rettungsaktion werden die beiden nun als Helden gefeiert. Robbes Facebook-Post vom 26. Juli nach zu urteilen, verbreitet sich die Geschichte von ihrer selbstlosen Tat wie ein Lauffeuer.