Nachdem sie jahrelang unter Essstörungen, mangelndem Selbstbewusstsein und dramatischen Gewichtsschwankungen litt, entschloss sich Whitney Way Thore, ihre Scham loszuwerden und sich stattdessen selbst zu lieben. Ihre YouTube-Serie „A Fat Girl Dancing“ ist ihr Weg, ihre Selbstliebe auszudrücken und andere dazu zu ermutigen, darüber nachzudenken, wie sie ihr Umfeld wahrnehmen.

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In ihrer Kindheit war Thore eine begeisterte Tänzerin, die es genoss, im Scheinwerferlicht zu stehen, doch aufgrund einer Stoffwechselstörung, die auch aus „Polyzystische Ovar-Syndrom“ bekannt ist, legte sie in ihrer College-Zeit über 45 kg zu und gab das Tanzen auf. Die Ursache dieses Syndroms ist leider nicht bekannt, doch WomensHealth.org merkt an, dass die Erkrankung bei Frauen zu einem hormonellen Ungleichgewicht führt, das unregelmäßige Menstruationszyklen, Unfruchtbarkeit, Gewichtszunahme und Zystenbildung in den Eierstöcken zur Folge haben kann.

Auf ihrer Webseite berichtet Thore, dass sie sich „verzweifelt einen Körper wünschte, der [ihr] ermöglichen würde, all das zu tun, was [sie] liebte, wie etwa das Tanzen in der Öffentlichkeit, und all das ausstrahlen würde, was sie innerlich [sei]: eine selbstbewusste, etwas eigenartige Frau mit unendlich vielen Zielen und Träumen.“ Doch ihr Äußeres beschämte und deprimierte sie. Es ist herzzerreißend, zu hören, welche Denkweise sie in dieser Zeit an den Tag legte, und dass diese sie dazu veranlasste, das Gefühl zu haben, sich nicht selbst entfalten zu können, weil sie nicht der gesellschaftlichen Norm entsprach. Noch trauriger ist, dass Thore nicht die einzige Frau mit derartigen Gefühlen ist. Die meisten Frauen kommen irgendwann in ihrem Leben an einem Punkt an, an dem sie ungeachtet ihres wahren Aussehens eine negative Selbstwahrnehmung entwickeln.

Doch Thore ließ sich nicht von ihren Kritikern einschüchtern und lud (ermutigt von ihren Kollegen) einige ihrer Tanzvideos auf YouTube hoch. Ihre Serie „A Fat Girl Dancing“ verbreitete sich in Windeseile, was die Gründung von Thores Kampagne „No Body Shame“ zur Folge hatte. Ihre Kampagne verpflichtet sie dazu, aktiv und mutig zu sein und andere Frauen daran zu erinnern, dass sie sich durch das definieren, was sie sind und was sie machen und nicht dadurch, wie sie von der Gesellschaft wahrgenommen werden. 

Wir vom SF Globe haben in der Vergangenheit bereits ähnliche Kampagnen gesehen und sind der Meinung, dass diese Kampagne endlos weitergeführt werden sollte. Wie denkt ihr über Thores Kampagne und ihren mutigen Schritt, ihre Begeisterung für das Tanzen mit dem Rest der Welt zu teilen? Wir freuen uns darauf, eure Meinungen zu hören.